Häufig gestellte Fragen

(FAQ, Frequently Asked Questions)

Erstellt: 14.02.2026, letzte Aktualisierung: 20.03.2026
Wie finde ich einen Karriere-Coach in Bremen?

Es gibt mehrere Wege, einen Karriere-Coach in Bremen oder an deinem Ort zu finden. Hier stelle ich dir zwei vor:

1. Internet-Suche

Gib die Suchwörter „Karriere-Coach Bremen“ ein und schaue dir nicht nur die erste Seite, sondern auch die Folgeseiten an. Wähle mehrere Coaches aus, die dich von der Webseite her ansprechen und von denen du dir vorstellen kannst, dass sie dich mit deinem aktuellen Anliegen begleiten können. Vereinbare mit dreien davon einen Kennenlern-Termin. Danach kannst du dich für einen entscheiden. Ich empfehle als Entscheidungskriterium den Wohlfühlfaktor: Wähle den Coach, bei dem du dich am wohlsten fühlst und dir vorstellen kannst, auch Persönliches zu besprechen. Denn wirksames Coaching kann anstrengend sein und blickt manchmal auf sehr persönliche Themen. Du solltest dich gut aufgehoben fühlen.

2. Frage nach Empfehlungen

Frage in deinem Freundes- und Bekanntenkreis nach Erfahrungen mit Karriere-Coachings oder anderer Begleitung. Auch Menschen, die kürzlich einen neuen Job angenommen haben, können dir möglicherweise mit Erfahrungen weiterhelfen: Hin und wieder unterstützt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter mit einem AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungs-Gutschein) ein Coaching.

Woran erkenne ich einen zu mir passenden Coach?

Ein Coach, der zu dir passt, ist jemand, bei dem du dich wirklich wohl fühlst. Du hast Vertrauen zu ihr oder ihm. Zudem bist du bereit, dich zu öffnen, um dein Thema in der notwendigen Tiefe zu besprechen. Du solltest das Gefühl haben, dass du dich nicht verstellen musst. Stattdessen spürst du, du kannst so sein, wie du bist.

Dazu ein Beispiel: Es gibt Menschen, die sagen von sich, sie seien „nahe am Wasser gebaut“ und meinen damit, dass sie schnell anfangen zu weinen. Sie brauchen möglicherweise jemanden, der ihnen einen sicheren, geborgenen Rahmen bietet. Er oder sie hält den Raum und führt einfühlsam durch den Coaching-Prozess.

Welche Themen kann ich im Coaching bearbeiten?

Vorab

Zunächst ist es hilfreich, Coaching von Beratung und Therapie abzugrenzen.

In aller Kürze bekommen wir bei der Beratung einen oder mehrere Vorschläge, wie genau man etws umsetzen kann. Beispiele: a) eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren oder b) eine Bewerbung zu erstellen.

Im Coaching geht es darum, individuell zu schauen, wie man mit erlebten Problemen umgehen kann. Beispiel: Frank bekommt auf seine Bewerbungen nur Absagen. Im Coaching erarbeiten wir gemeinsam verschiedene Lösungen. Von diesen Strategien probiert Frank eine oder mehrere nacheinander aus. Danach prüfen wir, ob sich das Ergebnis verändert, Frank also jetzt Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhält. Mehr Infos dazu gibt es im Blogartikel: Was ist Coaching?

Die Therapie (Altgriechisch für Pflege, Behandlung, Heilung) enthält die Vorannahme, dass eine Krankheit vorliegt. Diese Krankheit müsste zunächst diagnostiziert werden. In der Regel ist eine Therapie langfristiger als ein Coaching und erfordert zudem eine andere Ausbildung des / der Therapeut:in.

Coaching-Themen

Coaches haben sich häufig auf bestimmte Themenfelder spezialisiert. Dies können Lebensthemen, psychologische Fragestellungen oder der Beruf sein. Gleichzeitig fokussieren sich die meisten Coaches auf bestimmte Methoden, beispielsweise systemisches Coaching, wingwave-coaching oder NLP-Coaching.

Ich begleite hauptsächlich berufliche Themen wie z.B.

  • Arbeitsplatzwechsel
  • Jobsuche
  • Einstieg ins Berufsleben
  • Unzufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitsplatz
  • etc.

Darüber hinaus biete ich Techniken zum Lösen von Blockaden und den Umgang mit Ängsten, die während der Arbeitszeit auftreten.  Schließlich ist auch die Konfliktbearbeitung ein regelmäßiges Thema in meinen Coaching-Sitzungen. Ganz oft führen Veränderungen in der persönlichen Haltung und in der Art der Kommunikation zu wesentlichen Verbesserungen.

Ich setze in meinen Coaching-Sitzungen überwiegend diese Methoden ein: systemisches Coaching, hypnosystemisches Coaching und körperorientierte Methoden wie beispielsweise die Klopftechnik PEP®.

Wie läuft ein Coaching ab?

Ein Coaching sollte vier Phasen durchlaufen:

  1. Kennenlernen
  2. Auftragsklärung
  3. Arbeitsphase
  4. Abschluss

In Phase 1  lernst du deine:n Coach näher kennen und prüfst für dich, ob die Chemie stimmt. Kannst du dir vorstellen, mit dieser Person zusammenzuarbeiten? Fühlst du dich sicher und verstanden? Eine gute Vertrauensbasis ist wichtig für einen gelingenden Coaching-Prozess. Im Kennenlernen wird oberflächlich das Coachingthema besprochen. Der / die Coach sollte dir klar sagen, ob er / sie sich zutraut, dich in diesem Thema zu begleiten.

Darüber hinaus sollten Formalien geklärt werden:

  1. Mögliche Coaching-Termine
  2. Coaching-Ort
  3. Kosten
  4. Regelung bei kurzfristiger Terminabsage/-verschiebung

Viele Coaches machen auch einen Coaching-Vertrag mit dir, in dem diese Dinge geregelt sind. Meist sind darin auch gegenseitige Rechte und Pflichten festgehalten. Das Kennenlernen dauert meist ca. 30 Minuten und ist bei den meisten Coaches kostenfrei. Es gibt allerdings auch Coaches, die dafür schon Geld nehmen. Ihr Argument ist, dass mit dem Kennenlernen der Prozess in dir schon beginnt. Aus eigener Erfahrung kann ich dem zustimmen. Nach dem Kennenlern-Termin solltest du dir eine oder mehrere Nächte Zeit nehmen, um dich für oder gegen eine Zusammenarbeit zu entscheiden.

Die zweite Phase ist die Zeit der Auftragsklärung. Hier wird über deine Ziele gesprochen, die du mit dem Coaching erreichen möchtest. Mir ist es besonders wichtig, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wann ein Ziel erreicht ist. Manche Ziele sind messbar, andere nicht. Doch auch bei den nicht messbaren Zielen lassen sich gemeinsam sinnvolle Indikatoren erarbeiten, was als Erfolg gewertet wird. Meist dauert die Auftragsklärung bei mir eine Coachingsitzung lang, manchmal geht es auch schneller.

Die dritte Phase ist die Arbeitsphase. Hier werden deine Anliegen bearbeitet.

Die vierte und letzte Phase ist die Abschlussphase. Sie kann 30 bis 60 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Manchmal wird sie auch vergessen, dabei ist sie wichtig: Wir schauen gemeinsam, welche Ziele du erreicht hast. Und wir besprechen, was zu tun ist, wenn du in altes Erleben, also in das Problemerleben vor dem Coaching, zurück rutscht.

Wie lange dauert ein Coaching?

Die Dauer des Coachings und der ideale Abstand zwischend den Sitzungen ist abhängig vom den inidividuellen Anliegen der Coachees.

Wie lange ein Coaching — also ein Coaching-Prozess — dauert, lässt sich deshalb nicht vorhersagen. Bei mir kam ein Klient bereits in der ersten Coaching-Sitzung zu der freudigen Schlussfolgerung, „Na, dann habe ich mein Problem ja bereits gelöst!“. Und gleichzeit gibt es Klient:innen, die fünf bis zehn Sitzungen für die Bearbeitung ihrer komplexen Themen benötigen. Auch längere Verläufe sind schon vorgekommen, mit erfolgreicher Entwicklung.

Wichtig für den Fortschritt des Coaching-Prozesses ist auch die Frequenz der Sitzungen: Für akute Situationen empfiehlt sich ein wöchentlicher Rhythmus. Bei den meisten Themen ist ein 14-tägiger Abstand zwischen den Coaching-Sitzungen optimal. Dann bleibt genügend Zeit zur Nachbearbeitung, Reflexion und Umsetzung der Erkenntnisse.

Es gibt einige Klient:innen, die haben das Coaching als so hilfreich erlebt, dass sie sich einmal im Quartal einen Termin buchen und dort gesammelte Themen bearbeiten.

 

Wie lange dauert eine Coaching-Sitzung?

Wie lange eine Sitzung dauert, wird oft vom Coach vorgegeben. Dabei gibt es eine Anlehnung an Therapiesitzungen, die beispielsweise 50 Minuten dauern. Dann dauert eine Coachingsitzung 60 Minuten. Bei mir dauert eine Sitzung 90 Minuten, also 1,5 Stunden.

Vor allem im Führungskräfte-Coaching werden auch schon mal halbe oder ganze Tage gebucht. Dabei ist die Idee, einen effizienten Rundumschlag zu machen. Das kann allerdings auch sehr anstrengend werden, je nachdem, um welche Themen es geht. Meistens ist der Auslöser für so lange Termine eine große räumliche Entfernung zwischen Coach und Coachee.

Sollte ich ein Coaching online oder lieber in Präsenz machen?

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist das Online-Coaching ein festes Format geworden. Die Nutzung schwankt seither. Es gibt einige Coaches, die nur noch Online-Coachings anbieten. Andere Coaches ermöglichen ihren Klient:innen beides, online- und/oder Präsenz-Coaching.

Ich biete meinen Klient:innen beides an. Im Präsenz-Coaching in meinem Coachingraum im HollerHaus sind vielfältigere Methoden einsetzbar, denn in Präsenz kann der Raum besser einbezogen werden. Immer im Einsatz ist dabei mein FlipChart, auf dem Wesentliches festgehalten wird. Im Online-Coaching setze ich ein digitales Whiteboard (conceptboard.com) ein, auf das meine Klient:innen auch zwischen den Coaching-Sitzungen zugreifen können. Online arbeite ich mit den Videokonferenz-Tools BigBlueButton (BBB), zoom und MS Teams.

Manchmal bietet es sich auch an, die Formate zu kombinieren. So können Klient:innen auch auf Reisen ihr Coaching einfach online ohne Unterbrechung fortführen. Am Ende ist es also eine Entscheidung der Klient:innen, was sie bevorzugen.

Bekomme ich nach Feierabend einen Coaching-Termin?

Zu welchen Tageszeiten du einen Coaching-Termin bekommst, hängt ganz vom Coach ab. Hast du einen Coach, der noch einem anderen Hauptberuf nachgeht, liegen die Coaching-Termine oft vor oder nach den üblichen Büro-Arbeitszeiten.

Arbeitest du mit einem Vollzeit-Coach wie mir zusammen, bekommst du ganztägig Coaching-Termine, auch vor und nach den üblichen Büro-Arbeitszeiten.

Und noch ein Tipp: Teilzeit-Coaches haben oft Räumlichkeiten an bestimmten Wochentagen untergemietet. Du solltest die möglichen Coaching-Tage und -Termine vor dem Coaching mit deinem Coach klären, um zu verhindern, dass ein Coaching-Termin für dich regelmäßig zum terminlichen Kraftakt wird.

Was kostet ein Coaching?

Für Privatpersonen kostet eine Stunde Coaching 150€ inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer von derzeit 19%. Dabei biete ich Sitzungen mit einer Dauer von 1,5 Stunden an. In besonderen Situationen können individuelle Vereinbarungen getroffen werden.

Warum sollte ich ein Coaching nutzen?

Ein Coaching für deine berufliche Karriere solltest du nutzen, um deine Karriereziele im Fokus zu behalten und sie möglichst zügig zu erreichen. Zudem kannst du es nutzen, um dein Wohlbefinden zu steigern. Auch deine mentale Gesundheit kannst du mit einem Coaching fördern.

Dazu zwei Beispiele:

Beispiel 1: Berufliche Unzufriedenheit

Stell dir vor, du bist unzufrieden mit deinem Job. Zu Beginn deiner aktuellen Stelle war alles super, doch mit der Zeit ist deine Unzufriedenheit ständig gestiegen. Du weißt nicht genau, warum. Du hast schon das eine oder andere ausprobiert, um mehr Zufriedenheit zu erleben, konntest aber bis jetzt keine wesentliche Verbesserung erreichen.

Das ist ein sehr gutes Coaching-Thema. Im Coaching beleuchte ich mit meinen Coachees in einer strukturierten Form ihren Status Quo. Dadurch werden die Elemente, die die Unzufriedenheit verursachen, oft sehr schnell sichtbar. Dann können wir an einer Verbesserung arbeiten.

Empfehlung: Ich hatte schon Coachees, die haben ihre Unzufriedenheit mehrere Jahre ausgehalten. Mehr Zufriedenheit haben wir dann recht einfach in ca. 3 Coaching-Sitzungen erarbeitet. Warte also nicht so lange – es lohnt sich, die Unzufriedenheit zügig anzugehen.

Beispiel 2: Dauer-Stress

Ein sehr häufiges Thema im Coaching ist der Umgang mit permanentem Stress, also „Dauer-Stress“. Das ist ein sehr verbreitets Pähnomen. Stress in seiner negativen Form (Distress) belastet die mentale Gesundheit und ist auch körperlich sehr ungesund. Im Coaching kannst du dir — ganz persönliche — Strategien erarbeiten, damit besser umzugehen. Häufige Themen in diesem Zusammenhang sind:

  • Lernen „nein“ zu sagen.
  • Häufiger Pausen zu machen
  • Sich stärker abzugrenzen.

Dann nutzt du das Coaching um mehr Wohlbefinden zu erleben und langfristig gesund zu bleiben.

Berufliche Neuorientierung: Unterstützung in Bremen und Umgebung

Du bist mit deinen Suchbegriffen schon auf einem sehr guten Weg für deine berufliche Neuorientierung. Hier noch zwei Tipps, die dir helfen könnten voranzukommen:

Tipp 1: Kennenlern-Termine vereinbaren

Suche dir mehrere Coaches raus. Manchmal haben Freund:innen oder Bekannte schon gute Erfahrung mit Coaches gemacht. Frage nach kurzen Kennenlern-Terminen. Meine Kennenlern-Termine dauern beispielsweise 30 Minuten. Frage in dem Termin nach den Methoden, wie die Coaches die berufliche Neuorientierung begleiten. Es sollten mindestens zwei Methoden im Angebot sein, damit du eine Auswahl hast. Denn es kann immer sein, dass eine Methode nicht zu dir passt.

Tipp 2: Arbeitnehmerkammer

Bremerinnen und Bremer, die im Bundesland Bremen leben, haben ihre Arbeitnehmerkammer, die ein umfangreiches Beratungsangebot hat, beispielsweise in Bezug auf berufliche Weiterbildung. Hier kannst du als Bremer:in vielleicht kostenfreie Beratungsangebote wahrnehmen.

Bleib am Ball bei deiner beruflichen Neuorientierung!